Meine Podcasts, im Speziellen die Feuilletöne

Seit Jahren sind Podcasts meine fast täglichen Wegbegleiter. Ob beim Danube-Walken, Kochen oder bei der Hausarbeit gibt es die Möglichkeit, sich über neue oder gewesene kulturelle Trends und Neuigkeiten zu informieren. Mit der Zeit bin ich allerdings recht wählerisch geworden, denn zu einem Informationsterror sollte das Ganze nicht ausarten. Es dürfen Folgen meiner abonnierten Podcaster auch ungehört bleiben. Aktuell befinden sich folgende Podcasts und Sendungen auf meinem Telefon: Diwan – Das Büchermagazin, radioTexte, Hörspiel Pool, alle von Bayern 2. Vom WDR 3 sind abonniert Gutenbergs Welt und der Hörspiel-Speicher. Natürlich der Radio Tatort der ARD, literaturcafe.de, Tsundoku, Durch die Gegend und die Feuilletöne. Von Letzteren soll hier die Rede sein. „Meine Podcasts, im Speziellen die Feuilletöne“ weiterlesen

Unfähig zu trauern

Die offiziellen Stellungnahmen des DFB, aber auch die unsägliche Fernsehberichterstattung rund um die Ereignisse in Paris und Hannover haben mich so genervt, daß ich hier ausnahmsweise einen sehr guten Kommentar zum Thema in „11 Freunde“ verlinken werde. http://m.11freunde.de/artikel/wie-ungelenk-der-deutsche-fussball-reagiert

Herzlich willkommen!

Hier ist er nun, mein neuer Blog. Nach einigen Stunden Arbeit, ein wenig Schweiß und Zitterei, ein paar Flüchen auch ist alles soweit fertig: Ich kann mein neues Wohnzimmer, meinen neuen Blog präsentieren. Bis auf die Follower (bitte nochmal abonnieren) und die Statistiken konnte ich alles aus dem alten Blog auf WordPress.com übernehmen.

Ich hoffe, daß Euch mein neuer Blog gefällt, und wünsche Euch und mir viel Vergnügen!

Lieber Doré als Horvath

Wolken und Licht

Gustave Doré - Sturz des Satans

Bekanntlich wurde der große Ödön von Horváth 1938 in Paris von einem Ast erschlagen. Als ich heute aus manchen Gründen sehr spät, es war nach drei, meinen Mittagspausenspaziergang antrat, mußte ich an das Schicksal des verehrten Autors denken. Es hatte sehr zu winden angefangen, fast schon ein Sturm, und auf der Anhöhe ging es durch ein kleines Waldstück. Ich hatte so meine Bedenken, ob mein Tun wirklich vernünftig sei. Auf dem Rückweg aber wurde ich für meinen Mut belohnt: Diese Wolken, dieses Licht! Ich erinnerte mich, wie ich als Kind vor der riesigen Hausbibel lag und stundenlang die Illustrationen von Gustave Doré betrachtete. Erschienen ist mir übrigens des Weiteren niemand, auch kein Satan, der aus den Wolken stürzte … das war dann auch gut so.

Moor bei Lübbecke

Moorsee bei Lübbecke(Foto von Peter Murmann)

Der Knabe im Moor

O schaurig ist’s übers Moor zu gehn,
Wenn es wimmelt vom Heiderauche,
Sich wie Phantome die Dünste drehn
Und die Ranke häkelt am Strauche,
Unter jedem Tritte ein Quellchen springt,
Wenn aus der Spalte es zischt und singt,
O schaurig ist’s übers Moor zu gehn,
Wenn das Röhricht knistert im Hauche!

Fest hält die Fibel das zitternde Kind
Und rennt, als ob man es jage;
Hohl über die Fläche sauset der Wind –
Was raschelt drüben am Hage?
Das ist der gespenstische Gräberknecht,
Der dem Meister die besten Torfe verzecht;
Hu, hu, es bricht wie ein irres Rind!
Hinducket das Knäblein zage.

Vom Ufer starret Gestumpf hervor,
Unheimlich nicket die Föhre,
Der Knabe rennt, gespannt das Ohr,
Durch Riesenhalme wie Speere;
Und wie es rieselt und knittert darin!
Das ist die unselige Spinnerin,
Das ist die gebannte Spinnlenor‘,
Die den Haspel dreht im Geröhre!

Voran, voran! nur immer im Lauf,
Voran, als woll‘ es ihn holen;
Vor seinem Fuße brodelt es auf,
Es pfeift ihm unter den Sohlen
Wie eine gespenstige Melodei;
Das ist der Geigemann ungetreu,
Das ist der diebische Fiedler Knauf,
Der den Hochzeitheller gestohlen!

Da birst das Moor, ein Seufzer geht
Hervor aus der klaffenden Höhle;
Weh, weh, da ruft die verdammte Margret:
»Ho, ho, meine arme Seele!«
Der Knabe springt wie ein wundes Reh;
Wär‘ nicht Schutzengel in seiner Näh‘,
Seine bleichenden Knöchelchen fände spät
Ein Gräber im Moorgeschwehle.

Da mählich gründet der Boden sich,
Und drüben, neben der Weide,
Die Lampe flimmert so heimatlich,
Der Knabe steht an der Scheide.
Tief atmet er auf, zum Moor zurück
Noch immer wirft er den scheuen Blick:
Ja, im Geröhre war’s fürchterlich,
O schaurig war’s in der Heide!

Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848)

Moor bei Lübbecke(Foto von Peter Murmann)

Wo die Naab in die Donau mündet

Wo die Naab in die Donau
Es ist fast sieben geworden, nach Feierabend, Heimfahrt und Wochenendeinkauf. Draußen hat es noch 25 °C. Egal, es wird dieses Wochenende nicht mehr kühler. Also Walkingstöcke in die Hände nehmen und los geht es. Gegen acht, kurz vor der Umkehr und nahe der Stelle, wo die Naab bei Mariaort in die Donau mündet, dieses Bild voller Abendstimmung. Auf dem Rückweg kommt die Dunkelheit schnell.

Theme Time Hour Radio Archive

In der Zeit von 2006 bis 2009 hat Bob Dylan für den Satelliten- und Internetradiosender Sirius XM  über 100 Radiosendungen moderiert: Eine wilde Mischung aus Folk, Blues, Rock und Pop. Eine wahre Schatztruhe, von HisBobness himself präsentiert. Vor ein paar Jahren habe ich mir mühsam alle 106 folgen heruntergeladen, inzwischen geht das einfacher, denn es gibt eine superb gestaltete Webseite, die keine Wünsche offen läßt. Hier mal vorbeizuschauen und zu stöbern wäre eine unbedingte Empfehlung: www.themetimeradio.com. (Allein die Cover: Klasse!)