Man wird älter und ein wenig weihnachtssentimental…

Dank meiner Schwester Paketsendung gibts heuer auch einen Weihnachtsbaum (Kekse und Burgunderkuchen sowieso).
weihnachten_2012
Für noch mehr weihnachtliche Stimmung sorgen Monica Dupont, Gary Novak und Ron Thompson mit Peace in the World:

www.modernbluesrecords.com

Bob Brozman: Fire In The Mind

Nein, ein introvertierter Sänger und Gitarrist ist Bob Brozman nicht: Rasante Läufe, kraftvolle Strums, überraschende Stops, Percussions auf dem Gitarrenkorpus, zwischendurch die Gitarre einmal durch die Luft, dreimal gedreht, selbstverständlich ohne den Spielfluß zu unterbrechen… wer irgendwann einmal einen Auftritt von Bob Brozman erlebt hat, weiß wovon gesprochen wird. Seine Fans mögen das, schließlich bekommen sie die schönsten National Steel oder Bear Creek Gitarren von einem Künstler präsentiert, der alles, was irgend möglich ist, aus diesen Instrumenten herausholt. Aber es gibt auch Zuhörer, die nach einem solchen Auftritt mit gemischten Gefühlen den Heimweg antreten: Eine ohne jeden Zweifel perfekte Show haben sie gesehen, aber es hat etwas gefehlt. Etwas, das nicht nur den Mund anderthalb Stunden offen stehen läßt, sondern auch Herz und Seele berührt. Und nun kommt die neunzehnte CD daher, FIRE IN THE MIND, und der Meister selbst kündigt an, daß diese CD musikalisch weiter und tiefer als seine bisherigen Veröffentlichungen ginge. Selten war ich bei einer neuen CD so gespannt, was ich zu hören bekomme. „Bob Brozman: Fire In The Mind“ weiterlesen

Harry Taussig: Fate Is Only Twice

Harry Taussig
1965 – 2006 – 2012, das sind die Stichdaten für diesen erstaunlichen Vertreter des American-Primitive-Style. Harry Taussig, ein legendäres Debüt 1965, im Stil von John Fahey und den klassischen Ragtime und Bluesvertretern, die langersehnte Wiederveröffentlichung als CD 2006 und eine kaum noch erwartete und wunderbare zweite CD mit zehn neuen Stücken 2012. Aber der Reihe nach:
„Harry Taussig: Fate Is Only Twice“ weiterlesen

Louisiana Red ist tot – R.I.P.

Louisiana Red * 23.o3.1932 in Bessemer, Alabama † 25.02.2012 in Hannover.   Ich habe Red Ende der Siebziger das erste Mal in einer Kneipe in Braunschweig gesehen und gehört. In meinem Flur hängt seit dieser Zeit ein Plattencover mit seinem Schriftzug: „Best Wishes from Louisiana“. Ein schönes Stück Erinnerung an einen wunderbaren Bluesman.

Monica Dupont – The Big German

 

Im Hamburger Stadtteil Barmbeck wurde 1903 das erste moderne Warenhaus von den Gebrüdern Heilbuth eröffnet. 45 Jahre später kam Monica Heilbuth in Göteborg zur Welt. Ihre Mutter war vor den Nazis nach Schweden geflohen. 1950 besuchten sie gemeinsam Hamburg. Monica erinnert sich: „No matter how old I get, I will never forget the devastation all around me as a child, it was 1950 when we returned there.“ 1955 überquerte sie den großen Teich: Monica Heilbuth, verheiratete Dupont.

Monica Dupont ist Gitarristin, Bluessängerin und Songwriterin. Ihre erste Aufnahme machte sie 1961, unzählige Auftritte mit den namenhaftesten Musikern folgten, bis sie 1983 krankheitsbedingt ihre Musikerinnenkarriere an den Nagel hängen mußte. Das Comeback dann 2008 mit dem All-Star-Album „Life Goes On“ (Modernblues Production, mit Ron Thompson, Wolfie Witcher, Mitch Woods, Microwave Dave Mark, Hummel, Bobbie Webb, Blaine Hoopes, Kenneth Nash, Jimi James, Bobby Young, Buzzy Linhart und anderen). Diese CD war meine erste Begegnung mit Monica. Mein Lieblings J.B. Hutto Stück „Too Much Alcohol“ ist und war der Opener, sowohl bei ihren Gigs als auch auf ihrer Comeback-CD, und ihre Interpretation haute mich direkt um, denn sie zeugt auf ganz besonderer Art und Weise von ihrer intensiven Freundschaft mit diesem großartigen Bluesmusiker. Sie bleibt aus Liebe und Respekt nah am Original („This one is for you J.B.“) und schafft doch etwas ganz und gar Eigenes. Es ist nicht ihre für eine Frau ungewöhnliche Stimmlage -sie singt Bariton, Sopran ist für sie zu hoch (ihrer Mutter, die die kleine Monica wegen ihrer Stimme zum Arzt schleifte, mußte sie versprechen, niemals öffentlich zu singen!)-, sondern es ist ihre Art diesen Songs Leben einzuhauchen, was mich schon nach wenigen Takten so fasziniert und begeistert hat. Das ist echt, kein als-ob … Monica Dupont hat den Blues, hat eine Stimme und unglaublich viel Talent. Jeder ihrer Songs ist erste Qualität und ohne jede Künstlichkeit, die Zusammenstellung der Songs äußerst abwechslungsreich und spannend . Mehr geht nicht! Sie hat zu recht eine große Fangemeinde, ob auf Myspace oder Reverbnation. Monica Dupont hat den Blues und sie kämpft ….

Monica, ich bin so froh Dich zu kennen, persönlich und als Musikerin. Du bist mir eine wahre Inspiration. „Hummel, Hummel!“

Sowohl „Life Goes On“ als auch die wunderbare Wiederauflage ihrer älteren Aufnahmen „Early Eighties (Redux)“ sind ohne Schwierigkeiten unter anderem als MP3 Download zu erwerben.

Hier einige Links zum Reinschnuppern:
http://www.reverbnation.com/monicadupont
http://www.myspace.com/monicadupont
http://www.youtube.com/monicadupont
http://www.modernbluesrecords.com

(Dies ist eine Kopie meines Artikels für rockblogbluesspot.com)

John Fahey: Your Past Comes Back To Haunt You – The Fonotone Years

Gestern kam das Paket an,
55X36X11cm groß. Darin ein Schuber, packpapier-braun, lang und breit wie eine LP, mit dem Konterfei von John Fahey darauf. Im Schuber ein Booklet, 90 Seiten stark, sowie eine Kladde, die innen ebenfalls mit vielen Fotos bedruckt ist und die die fünf CDs enthält (über 5½ Stunden Musik insgesamt). Die CDs mit Faheys frühen Aufnahmen auf dem Fonotone-Label, 1958 bis 1965. Die meisten Stücke das erste Mal digitalisiert und somit auf CD zu hören. Und nun sitze ich am Laptop schreibe diesen kurzen Text, lausche und lausche und denke mir: diese Aufnahmen sind jeden Cent der knapp siebzig Euro wert, die diese nicht billige Edition vom DUST-TO-DIGITAL PARLORTONE Verlag kostet. (Man kann sie inzwischen über Amazon bestellen). „John Fahey: Your Past Comes Back To Haunt You – The Fonotone Years“ weiterlesen

so gute Laune …

Wieder mal schneit eine Mail von Youtube rein …
wininpol hat Dich abonniert“ und weiter: „Möchtest du im Gegenzug wininpol abonnieren?“… jaja (ist schon lästig dieses „abonnierst Du mich, wenn ich Dich abonniere?“) … also, sind wir mal nicht so und gucken, wer das ist. Und dann sehe ich dieses Video, sehe die Mädels, höre die Musi, die sie auf ihren Ukulelen hinzaubern und lausche mit breitem Lachen ihrem lustigen Gesang. Und ich bin verzaubert … und denke „What a wonderful world!“
Lust auf noch mehr Ukulelen Musik?