USA

Heyne, 2014, ISBN 978-3-453-31560-0, 624 S., auch als eBook erhältlich

Um die abgedrehte Handlung dieses futuristisch-wissenschaftlichen Thrillers zu umreißen, bemühe ich den Verlagstext: „Die nahe Zukunft: Die Nano-Droge Nexus ermöglicht es den Menschen, die Grenzen der eigenen Wahrnehmung zu überschreiten und mit dem Bewusstsein anderer in Verbindung zu treten – ein gewaltiger Schritt in der Evolution des Menschen. Als jedoch eine Gruppe skrupelloser Wissenschaftler Nexus für ihre eigenen Zwecke missbraucht, zwingt die US-Regierung den jungen Nano-Techniker Kade Lane, sich in die Organisation einzuschleusen, um ihrem Treiben ein Ende zu bereiten. Lane gerät in einen Strudel aus Machtgier, Korruption und Mord …“

Diogenes 2013, ISBN 978-3-257-24224-9, 592 Seiten, auch als eBook erhältlich.

Fragt man mich nach meinen Lieblingsbüchern, so nenne ich neben anderen auch gern „Das Herz ist ein einsamer Jäger (The heart is a lonely hunter)“ von Carson McCullers. Ich verschenke das Buch sehr oft, selbst gelesen habe ich es vor vielen, vielen Jahren. Als ich vor wenigen Wochen das Buch wieder einmal als Geschenk verpackt habe, kamen mir die Idee und auch die große Lust, es erneut zur Hand zu nehmen. Es ist bekanntlich immer eine spannende Angelegenheit, ein geliebtes Buch nach langer Zeit wieder zu lesen. Enttäuschung, neue Perspektiven, Déjà-vu-Erlebnisse, Bewußtwerdung der eigenen Entwicklung … vieles ist möglich und so war ich sehr gespannt.

Chris Ware, der Erschafffer des außergewöhnlichen Comics „Jimmy Corrigan – Der klügste Junge der Welt“, das es jetzt endlich auch in deutscher Sprache gibt, auf der Leipziger Buchmesse. Der Ton ist leider nicht so berühmt, interessant ist das Interview auf jeden Fall. Einen lesenswerten Aufsatz von Katja Lüthge über die berühmte Graphic Novel gibt es hier (externer Link) in der Taz zu lesen. Wer Leseproben ansehen will, sei auf die entsprechende Seite des Reprodukt Verlags (externer Link) hingewiesen.

Bildschirmfoto 2013-03-29 um 19.49.26Die letzten Tage konnte ich des Öfteren über die Charaktereigenschaft „Scheu-sein“ lesen und hören. Da ist zum einen der neue erste Katholik, dem  man diese Eigenschaft nachsagt, zum anderen wird der heranwachsende Big Daddy Wilson als extrem scheuer Junge vom Lande, der in Edenton, North Carolina, bei Mutter und Großmutter aufwächst, beschrieben. Wochentags besuchte er die Schule, Sonntags ging’s in die Kirche. Schließlich verließ Young Wilson mit 16 Jahren das behütete Zuhause und schloß sich wie viele junge Amerikaner der Armee an. Wenige Jahre später verliebte er sich in eine deutsche Frau und blieb. Das Schicksal nahm seinen Lauf: Ausgerechnet in Deutschland besuchte er sein erstes Blueskonzert und wurde illuminiert. Das Gedichteschreiben trat in den Hintergrund, fortan gab es ein Ziel: Blues! Er mußte auf die Bühne, und spätestens hier verlor sich die Scheu. Bei RUF Records folgte vor nicht ganz zehn Jahren die erste CD, inzwischen sind es acht, der Mann hat Nachholbedarf.