Author: lenariess

DER FREMDE
Rowohlt Verlag, 160 Seiten, ISBN 978-3-499-25308-9

Es gibt Bücher, die mag ich nach Jahrzehnten noch einmal lesen. Ich erinnere mich, daß ein Buch mir einst viel bedeutet hat und bin gespannt, was mit mir bei erneuter Lektüre geschieht. Doch oft genug geht das dann gar nicht, wie bei mir mit Hesse oder Frisch. Oder mir zeigt das Buch wie in einem Spiegel, wie ich mich im Laufe der Zeit verändert und gewandelt habe. Arno Schmidt, Thomas Bernhard oder auch Adalbert Stifter und Wilhelm Raabe vermögen das, jeder auf seine Weise.

Gestern kam das Paket an,
55X36X11cm groß. Darin ein Schuber, packpapier-braun, lang und breit wie eine LP, mit dem Konterfei von John Fahey darauf. Im Schuber ein Booklet, 90 Seiten stark, sowie eine Kladde, die innen ebenfalls mit vielen Fotos bedruckt ist und die die fünf CDs enthält (über 5½ Stunden Musik insgesamt). Die CDs mit Faheys frühen Aufnahmen auf dem Fonotone-Label, 1958 bis 1965. Die meisten Stücke das erste Mal digitalisiert und somit auf CD zu hören. Und nun sitze ich am Laptop schreibe diesen kurzen Text, lausche und lausche und denke mir: diese Aufnahmen sind jeden Cent der knapp siebzig Euro wert, die diese nicht billige Edition vom DUST-TO-DIGITAL PARLORTONE Verlag kostet. (Man kann sie inzwischen über Amazon bestellen).

„Ich habe gewonnen,
ich habe gewonnen!“ ein plötzlicher und lauter Schrei an der Donau bei leichtem Dauerregen. Wie das? Nun der Reihe nach:
Es regnet den ganzen Tag Bindfäden, ich sitze in Sportklamotten am Schreibtisch und pflege Vorfahren in meine Genealogie-EDV ein. Kurz nach sechs, die ersten Ergebnisse von der Berlin Wahl sind in den Nachrichten zu vernehmen, entscheide ich: ich muß raus, es mag regnen wie es will! Und wie immer am Wochenende höre ich beim Walken den Bücherdiwan: Bücherbesprechungen, Krimi- und Fantasykolumnen, das Bücherrätsel mit dem Taxifahrer Solomon Book und vieles mehr … dieser Podcast ist geliebtes Pflichtprogramm. Letzte Woche besprach Helmut Petzold geradezu enthusiastisch den neuen Roman von A.S. Byatt und ich entschied, mal wieder mein Glück beim Rätsel (der Radiohörer muß den Gast des Taxifahrers Solomon Book, einen Autor, eine Romanfigur erraten) zu versuchen. Diesmal wandte ich alle Tricks an: spät einsenden und eine auffällige Postkarte für die Lösung benutzen (ich entschied mich für eine Glückwunschkarte mit einem grellen Rex Gildo Portrait). Und heute,  nach 19 Minuten interessiertem Lauschen, der Kracher: ich bin die Gewinnerin und mein Wunschbuch wird mir zugesandt! Und da ich mich so freue und der Bücherdiwan auf Bayern2 ein tolles Büchermagazin ist, empfehle ich ihn jetzt für alle Leser und Leserinnen…

PS.: für Island Fans eine spezielle Empfehlung (und Grüße nach Trunkelsberg)

PPS.: muß ich mir jetzt eine Rex Gildo CD kaufen?

Wieder mal schneit eine Mail von Youtube rein …
wininpol hat Dich abonniert“ und weiter: „Möchtest du im Gegenzug wininpol abonnieren?“… jaja (ist schon lästig dieses „abonnierst Du mich, wenn ich Dich abonniere?“) … also, sind wir mal nicht so und gucken, wer das ist. Und dann sehe ich dieses Video, sehe die Mädels, höre die Musi, die sie auf ihren Ukulelen hinzaubern und lausche mit breitem Lachen ihrem lustigen Gesang. Und ich bin verzaubert … und denke „What a wonderful world!“
Lust auf noch mehr Ukulelen Musik?