Durch die Gegend – Ein Podcast bei Viertausendhertz

Ende Januar 2016, vor gut 3 Jahren also, wurde unter dem Label von Viertausendhertz die erste Folge von »Durch die Gegend« vom Band in die diversen Podcastcatcher entlassen: eine Minute vierzig mit Judith Holofernes. 36 Folgen später die aktuelle Sendung mit Katja Berlin. Apropos Berlin: Die Folgen finden u. a. in Flensburg, Hamburg, Köln oder Bamberg statt, Berlin ist allerdings mit Abstand beliebtester Aufnahmeort. Spätestens jetzt wäre es Zeit, die Idee hinter »Durch die Gegend« zu erläutern. Ich lasse die Macher selbst sprechen: »Interviews mit MusikerInnen, SchriftstellerInnen, KünstlerInnen und PhilosophInnen finden viel zu oft in Hotellobbys oder Büros statt. Man sitzt sich den Hintern platt und knabbert trockene Kekse. Also: Rausgehen! Rumlaufen! Reden! An Orten, die mit den InterviewpartnerInnen zu tun haben: Wohnviertel, Geburtsstadt, Lieblingsplatz. Denn die guten Gedanken kommen im Gehen.« Hört sich doch interessant an, oder nicht? Als passionierte Podcasthörerin habe ich noch nie eine Folge verpasst und der Grund dafür ist, dass »Durch die Gegend« mein Lieblingspodcast ist. Und weil das so ist, ist eine Lobhudelei fällig.

Heute ist Samstag, ich habe schon meine Sportklamotten an, latsche schnell noch zum Markt und zu meinem Buchhändler. Zu Hause wird Instacast (meinen Podcastcatcher) aktualisiert und die neue Folge von »Durch die Gegend« geladen. Raus an die Donau also, heute die kleine Runde (7 km) Nordic Walk, passt genau für eine Stunde, neun Minuten. Wieder mal Berlin und der Host Christian Möller, einigen vielleicht auch durch Gutenbergs Welt im WDR bekannt, entschuldigt sich schon fast dafür. Muss er aber nicht, denn diesmal kein Neukölln oder Kreuzberg, sondern Gesundbrunnen. Den hatten wir noch nicht. Gast ist Katja Berlin. Kenn ich nicht. Die Shownotes sagen, dass sie eine bekannte Twitterin sei. Ich twittere seit Jahren, kenn ich trotzdem nicht. Kolumnen in der Berliner Zeitung. Lese ich nicht. »Die Torten der Wahrheit« in der Zeit. Ach DIE ist das, Groschen gefallen.

Donau mit Wetter von heute

Das Wetter in Berlin, stelle ich gleich zu Beginn fest, ist Anfang März genau so wie eine gute Woche später in Regensburg. Das verbindet. Katja Berlin ist eine waschechte Berlinerin (vermutlich mindestens zehn Generationen) und so gibt es die unvermeidliche Führung: Humboldthain, Panke, Hochbunker und entsprechende Geschichten dazu. Man lernt schließlich nie aus. Dann geht es um Twitter und dessen Entwicklung im Laufe der Jahre, überhaupt um die Art des Blickes auf Vergangenes und Gegenwärtiges, die Karriere des Gastes und um die Torten. Bin nur froh, dass ich nie bei der Zeit-Redaktion wegen der Quellen für die imaginären Statistikkuchen nachgefragt habe. Ebenso erfahre ich, dass Katja Berlin eine Fussballguckerin ist (wieder verbunden) und von einem Stadionbesuch in Manchester träumt (!Schock!). Dies ist der einzige, aber heftige Downer der Sendung, ich halte zum Liverpool FC. Als ich mich schließlich dehne und auf wärmende vier Wände freue, ist die Sendung schon aus. Eine gute Stunde beste Unterhaltung und bei der nächsten Lektüre der Zeit habe ich eine Ahnung, wer hinter diesen lustigen und zum Nachdenken anregenden Statistiktörtchen steckt.

Ja, so funktioniert »Durch die Gegend«. Nicht selten, dass mir Gast und dessen oder deren Betätigungsfeld vollkommen unbekannt sind, und nicht selten, dass genau das die interessantesten Sendungen werden. Host Christian Möller versteht es in seiner unaufgeregten Art und Weise fast immer, seinen MitgeherInnen bemerkenswerte Sätze herauszulocken, dabei wird es nie voyeuristisch oder peinlich. Eine wunderbare Sendung, die ich wirklich jedem und jeder ans Herz legen möchte. Und wann soll man das alles hören? Nun, zu welchen Gelegenheiten ich »Durch die Gegend« höre, kann man der nachfolgenden Torte entnehmen:

Jetzt fehlen nur noch die Links:
Durch die Gegend bei Viertausendhertz
Die misslungenste Sendung von Durch die Gegend
Gutenbergs Welt
Christian Möller bei Twitter
Katja Berlin bei Twitter
Katja Berlins Webseite, wo man auch die Torten begutachten kann, und bemerkt, dass Katja Berlin eigentlich Katja Dittrich heißt


4 Kommentare on "Durch die Gegend – Ein Podcast bei Viertausendhertz"


  1. Habe soeben meinen allerersten Podcast abonniert… Ein Hoch auf Lena! Deine Beiträge sind immer eine besondere Inspiration für mich. Vielen Dank dafür.

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    1. Juchhu!!
      Ich freue mich sehr, weil ich grad diesen Podcast so besonders mag. Jetzt hast die volle Auswahl an interessanten Gästen, Sabine.
      Liebe Grüße und Dank zurück!

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  2. Oh, wow! jetzt bin ich aber auch sowas von neugierig geworden. Vielen Dank für den Hinweis.

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    1. Gern geschehen, du hast bei denen inzwischen eine super Auswahl, es wird bestimmt was nach deinem Geschmack dabei sein.
      Ansonsten: weiter gute Besserung!

      PS.: Sehe grad: du hast ja noch kein Lesezeichen bei mir. Eben nachgeholt. 😉

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